Inkubator / EggTumbler selbst bauen

Für den Fall, dass ein maulbrütendes Buntbarsch-Weibchen die Eier zu früh ausgespukt, ist schnelles Handeln erforderlich.

Sonst droht das „Verpilzen“ – und damit das sichere Verenden der Jungen.

Oft reicht es nicht aus, die Eier in einem Kescher in die Strömung zu hängen, oder unter einen Sieb einen Luftsprudler zu stellen.

Inkubatoren – so genannte EggTumbler – sind da wesentlich schonender und effektiver. Im optimalen Fall, halten sie die Eier in einem Schwebezustand.

Nichtsdestotrotz ist ein Inkubator keine Wundermaschine.
Bei entsprechend schlechter Wasserqualität verpilzen die Eier trotzdem.

In solchen Fällen ist die Zugabe von keimreduzierenden Mitteln wie z.B.Sera Mycopur zusätzlich notwendig.

Hier ein Beispiel, wie solch ein Inkubator in wenigen Minuten selbst gebaut werden kann.

Als Basis dient eine herkommliche PET-MEHRWEG-Flasche. Ich habe hier eine 1 Literflasche, es geht aber auch sehr gut mit einer 0,5 Literflasche.
Da die PET-Einweg-Flaschen zu weich sind, sind diese nicht geeignet !

Mit einer kleinen Universalsäge wird einfach oberhalb des Aufklebers die Flasche durchgesägt.

Die entstandenen scharfen Kanten können am besten mit einem Cutter entfernt werden.

Aus einem Fliegengitter oder einem Keschernetz wird ein entsprechend großes Stück herausgeschnitten…

…und mit einem Gummiband fixiert.

Überschüssiges Netzmaterial kann nun abgeschnitten werden.
Im Grunde ist der Inkubator nun fertig.

Er kann einfach ins Becken gehängt werden und der Sprudelstein einer Luftpumpe in den Inkubator gelegt werden. Ich habe ihn mit einem Gummiband und einer Klemme so befestigt, dass der Flaschenhals etwas aus dem Wasser ragt.

Nordlandmalawis